20.09.2018

Weihe

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Nach nur 200 Arbeitstagen konnte die feierliche Weihe des Turms anlässlich des 100. Geburtstages von Bismarck am 1. April 1915 stattfinden.

Die Festgesellschaft bei der Weihe vor dem fertiggestellten Bismarckturm

Die Feierlichkeiten nahmen nachmittags halb vier ihren Anfang in der Hainkirche zu Hänichen mit dem Schlagen der Kirchglocken. Nach einem Orgelvorspiel von Professor Karl Straube ertönte das „Lobe den Herren, den mächtigen König“. Anschließend hielt Superintendent Hermann Pank, ein langjähriger Vertrauter Bismarcks in Glaubensfragen, vor den geladenen Gästen die Weiherede. Nachdem die Festteilnehmer gemeinsam Luthers „Das Wort sie sollen lassen stahn“ gesungen hatten und der Leipziger Thomanerchor unter Leitung von Professor Schreck „Wer ist ein Mann?“ dargeboten hatte, begab sich die Festgesellschaft zum fertiggestellten Bismarckturm.

Am Turm stimmte der Leipziger Männerchor unter Ehrenchormeister Gustav Wohlgemuth das „Niederländische Dankgebet“ an. Im Anschluss daran hielt der Vorsitzende des Ausschusses zur Errichtung eines Bismarckturmes bei Leipzig, Hauptmann d. R. Kaufmann Friedrich Gontard, seine Weiherede. Danach übernahm der Oberbürgermeister Dr. Rudolf Dittrich den Turm offiziell in Schutz und Pflege der Stadt Leipzig. Nach dem „Deutschlandlied“ ertönten 25 Kanonenschüsse einer in der Nähe aufgestellten Batterie des Artillerieregiments Nr. 77.

Nach den offiziellen Feierlichkeiten konnte der Bismarckturm von den Festteilnehmern besichtigt werden. Am Abend wurde erstmalig die Flamme auf dem Turm entzündet, die von der Vollendung des Bauwerks künden sollte.