16.01.2018

Vereinsfahrt 2009

Aus BtV

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Der Bismarckturm im Jenaer Forst.

Die thüringische Universitätsstadt Jena mit dem dortigen Bismarckturm hatten sich die zwei Dutzend Teilnehmer der Vereinsfahrt 2009 am 10. Oktober 2009 zum Ziel gesetzt.

Pünktlich um 7:45 Uhr startete die Vereinstruppe in Richtung Thüringen. Die Anfahrt zum Bismarckturm im Jenaer Forst gestaltete sich mit dem großen Bus jedoch sehr schwierig. Ein ursprünglich aus Sachsen-Anhalt stammender Anwohner erklärte sich jedoch bereit, den Reisenden den Weg zu weisen. Er selbst wohnte bereits seit Jahrzehnten in Jena und kannte den Bismarckturm, hatte ihn jedoch noch nie von innen gesehen, da dieser bisher stets verschlossen war. Also wurde er von den Vereinsmitgliedern kurzerhand als Reiseführer engagiert und er lotste den Bus durch den dichten Jenaer Forst bis direkt vor den Bismarckturm.

Die Mitreisenden vor dem Jenaer Bismarckturm.

Der Turm wurde 1909 auf dem 329 Meter hohen Tatzend errichtet. Die Jenaer Studenten wollten damit an den Besuch Otto von Bismarcks im Jahr 1892 in Jena erinnern. Entworfen wurde der Turm vom Architekten Wilhelm Kreis, der schon für zahlreiche andere Bismarcktürme und den bekannten Entwurf Götterdämmerung verantwortlich zeichnete.

Der JenTower – nach dem Leipziger City-Hochhaus das zweithöchste Bürogebäude im Osten Deutschlands.

Der Jenaer Bismarckturm ist 20,8 Meter hoch und soll mit seiner Form an das Grabmal Theoderichs des Großen in Ravenna erinnern. Derzeit kümmert sich der Verein Berggesellschaft Forsthaus e. V. um den Turm und strebt eine Komplettsanierung an. Dessen Vereinsvorsitzender, Lutz Wilske, begrüßte die Ausflügler vor Ort und berichtete über die mittlerweile hundertjährige Geschichte des Turmes. Anschließend nutzen die meisten der Mitgereisten die Möglichkeit, die 76 Stufen zu erklimmen und den einzigartigen Rundblick auf Jena und seine Umgebung zu genießen.

Der kürzlich wiedereröffnete Forstturm.

Im Anschluss daran wurde auch noch der am 13. September 2009 nach umfangreicher Sanierung wiedereröffnete Forstturm besucht. Dieser wurde 1874 zu Ehren der im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 Gefallenen aus dem Jenaer Bataillon errichtet. Auch die 87 Stufen des Forstturms wurden natürlich von einigen Vereinsmitgliedern bezwungen.

Zum Mittagessen ließen es sich die Reisenden nicht nehmen, im vornehmen Scala-Restaurant in der 28. Etage des Intershop-Towers mitten im Jenaer Zentrum einzukehren. Die 1972 eingeweihte „Keksrolle“ sollte zunächst der mikroelektronischen Forschung bei der Carl Zeiss AG dienen, später beherbergte der 144,9 Meter hohe JenTower Lesesäle und Büros der Friedrich-Schiller-Universität.

Der Bismarckbrunnen vor dem Jenaer Rathaus.

Am Nachmittag schließlich begab sich ein Großteil der Vereinsmitglieder auf einen geführten Stadtrundgang. Los ging es bei den alten noch erhaltenen Wehranlagen mit dem Pulverturm. Man durchquerte das ehemalige Carl-Zeiss-Hauptwerk und lief am Anatomieturm vorbei zum Collegium Jenense. Den Abschluss der Stadtführung bildete passenderweise ein Vortrag am Relief des Bismarckbrunnens am Markt.

Gegen 17:00 Uhr traten die Ausflügler die Heimreise an. Der Dank geht selbstverständlich an Frau Christiane Schneider für ihre Organisationsarbeit und den Busfahrer Wolfgang. Gemeinsam beschloss man: Auch 2010 wird es wieder eine Vereinsfahrt geben!

Weblinks

Ziele der Vereinsfahrten

2015: Schönebeck – 2014: Radebeul – 2013: „Fahrt ins Blaue“ – 2012: Wurzen – 2011: Weißenfels, Naumburg – 2010: Glauchau 
2009: Jena – 2007: Plauen – 2006: Calbe – 2005: Burg – 2004: Erfurt – 2002/03: Dresden – 2001: Schönhausen – 2000: Wettin
1999: Grimma – 1998: Neustadt/Orla