18.02.2018

Otto Erler

Aus BtV

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Der Leipziger Pelzhändler Kaufmann Otto Erler regte 1910 erstmalig den Gedanken vom Bau eines Bismarckturmes bei Leipzig an. Der Turm sollte zu Ehren des 100. Geburtstages von Bismarck errichtet werden.

Ebenfalls auf Erlers Anregung wurde im Dezember 1910 ein Ausschuss zur Errichtung eines Bismarckturmes bei Leipzig gegründet, welcher einen Aufruf an die Bevölkerung Leipzigs und Umgebung mit der Bitte um tatkräftige Unterstützung erließ. Die Resonanz darauf war nicht überwältigend, da das von Erler unentgeltlich zur Verfügung gestellte Grundstück auf der Flur Hänichen in Lützschena, auf dem der Turm erbaut werden sollte, außerhalb der Stadtgrenzen Leipzigs lag. Viele angesehene Bürger hielten sich aus diesem Grund mit ihren Spenden zurück.

Nach heftigen Auseinandersetzungen in den Tageszeitungen um die Frage des Standortes gründete sich eine weitere Vereinigung zur Errichtung eines Bismarckturmes in Leipzig um den Stadtbaurat Hugo Licht, den Erbauer des Neuen Rathauses in Leipzig. Diese wollte den Bismarckturm innerhalb der Stadtgrenzen errichten; im Gespräch waren unter anderem der Rosenthalhügel, ein Standort in Leutzsch und der Tannenwald in Lindenthal. Ein von Erlers Ausschuss zusammengerufener Sachverständigenrat hielt den Platz in Lützschena unter der Bedingung für bestens geeignet, dass die für die Umgebung geplante villenartige Bebauung die Erscheinung des Turms nicht beeinträchtige.

Otto Erler verstarb vor Vollendung des Bauwerks.