20.01.2018

Max Pommer

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Der Architekt und Bauunternehmer Max Pommer (* 4. April 1847 in Chemnitz; † 5. Juli 1915 in Leipzig) zeichnete als Baumeister für die fachgerechte Umsetzung der Eisenbetonkonstruktion des Lützschenaer Bismarckturms verantwortlich.

Geschichte

Da sich kurz vor Ende des 19. Jahrhunderts keine Firma fand, die Pommers Pläne zur Errichtung eines Erweiterungsbaus für die Notendruckerei C. G. Röder in Leipzig als Eisenbetonkonstruktion umsetzen wollte, führte er den Bau kurzerhand selbst aus und gründete im Anschluss seine eigene Firma Eisenbetonbau Max Pommer. Diese wurde das erste sächsische Unternehmen mit einer Lizenz zum Eisenbetonbau und begründete mit ihrer Spezialisierung auf das Gebiet des Stahlbetonbaus maßgeblich das industrielle Bauen im Sachsen des ausgehenden 19. Jahrhunderts.

Die Firma Eisenbetonbau Max Pommer wurde 1972 in Volkseigentum überführt und mit anderen ansässigen Firmen zum VEB Ingenieurbau Leipzig zusammengeschlossen. 1991 wurde die Firma von Dieter Pommer unter dem Namen Pommer Spezialbetonbau GmbH neugegründet.

Baumeister des Bismarckturms

Der Bismarckturm sollte nicht aus fremdartigen Bausteinen errichtet werden, sondern aus Material, welches die Gegend bot, nämlich Sand und Wasser. Der Eisenbetonbau war jedoch noch eine junge Disziplin und daher übertrug man der auf diesem Gebiet führenden Firma die Verantwortung für den Bau. Max Pommers Firma errichtete schließlich den Turm nach den vielfach geänderten Plänen des Architekten Hermann Kunze.

Weblinks